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Wie wird die Bordeaux-Mischung zubereitet?

Die Bordeaux-Mischung wird in verschiedenen Stärken aus Kupfersulfat, gelöschtem Kalk (Calciumhydroxid) und Wasser hergestellt. Bei der herkömmlichen Methode zur Beschreibung ihrer Zusammensetzung wird das Gewicht des Kupfersulfats, das Gewicht des gelöschten Kalks und das Volumen des Wassers (in dieser Reihenfolge) angegeben.

Durch das Verhältnis des Kupfersulfatgewichts zum Gewicht des verwendeten Wassers wird die Konzentration der Bordeaux-Mischung bestimmt. Eine 1 %ige Bordeaux-Mischung, die der Standard ist, wird mit der Formel 1:1:100 beschrieben, wobei die erste 1 für 1 kg Kupfersulfat, die zweite für 1 kg gelöschten Kalk und die 100 für 100 Liter (100 kg) Wasser steht.

Da das Kupfersulfat einen Kupfermetallanteil von 25 % enthält, beträgt der Kupferanteil einer 1 %igen Bordeaux-Mischung 0,25 % Kupfer. Die Menge des verwendeten Kalks kann deutlich reduziert werden. 1 kg Kupfersulfat erfordert lediglich 0,225 kg chemisch reinen gelöschten Kalk, um das gesamte Kupfer abzuscheiden. Gelöschter Kalk ist nun auch unter guten Markennamen frei erhältlich, aber da auch die Qualität dieser Artikel während der Lagerung abnimmt, ist es am sichersten, wenn ein Verhältnis von 2:1 nicht überschritten wird, z. B. bei einer 1:0,5:100-Mischung.

Bei der Zubereitung einer Bordeaux-Mischung wird das Kupfersulfat in der Hälfte der erforderlichen Wassermenge gelöst und zwar in einem Gefäß aus Holz oder Plastik. Der gelöschte Kalk wird mit der anderen Hälfte des Wassers in einem anderen Gefäß vermischt. Die zwei „Lösungen“ werden anschließend gemeinsam durch ein Filtersieb in ein drittes Gefäß oder einen Sprühbehälter gegossen.

Wie wird Kupfer in einem landwirtschaftlichen Betrieb verwendet?

Aufgrund seiner fungiziden und keimtötenden Eigenschaften wird Kupfersulfat in landwirtschaftlichen Betrieben als Desinfektionsmittel gegen Lagerfäule und zur Kontrolle und Vorbeugung bestimmter Tierkrankheiten, wie zum Beispiel Fußfäule bei Schafen und Rindern, verwendet.