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Weshalb gilt in Trinkwasser-Installationen ein Hartlötverbot für Kupferrohre bis 28 mm?

Untersuchungsergebnisse aus der Praxis haben gezeigt, dass Oxidfilme (“Zunder”), die infolge der Wärmebehandlung beim Hartlöten oder Warmbiegen bei Temperaturen >400°C auf der Innenoberfläche von Kupferrohren entstehen, unter besonderen Randbedingungen korrosionskritisch sein können. Aus diesem Grund sind in diesem Abmessungsbereich alternative Verbindungstechniken (z. B. Weichlöten, Pressen, Klemmen) anzuwenden.

Auf welche Geschichte können Kupferrohre mit Aluminiumlamellen zurückblicken?

Kühlschlangen mit runden Kupferrohren und Aluminiumlamellen werden schon seit vielen Jahren erfolgreich für KKT-Wärmetauscher verwendet. Die Hersteller wissen die mit diesen Komponenten einhergehenden Montagevorteile zu schätzen, während es Technikern leicht fällt, Kupferrohre in der Praxis zu verschweißen und zu reparieren. Darüber hinaus weist diese etablierte Technologie in der Praxis nachweisbare Erfolge im Bereich der Beständigkeit auf, was zu einem hohen Maß an Kundenzufriedenheit führt.

Bestehen die 1-, 2- und 5-Euro-Cent-Münzen aus reinem Kupfer?

Nein, sie bestehen aus Stahl, der mit einem dünnen Kupferüberzug beschichtet wurde.

Biobewuchs ist ein großes Problem bei der Fischzucht. Verhindern Kupferlegierungen die Entstehung von Biobewuchs vollständig?

Gitter aus Kupferlegierung verhindern Biobewuchs auf natürliche Weise und verbessern dadurch den Durchfluss und die Zirkulation des Wassers. Vollständig beseitigen können sie das Problem jedoch nicht. Wenn sie unter geeigneten Bedingungen eingesetzt werden, weisen Kupferlegierungen nur ein geringes Maß an Mikrobewuchs und keinerlei Makrobewuchs im Laufe ihrer Gebrauchsdauer auf, weshalb die Netze nur ein- oder zweimal pro Jahr gereinigt werden müssen.

Für welche Anwendungen sind diese jeweils am besten geeignet?

Kupfer-Zink ist gut für Eingrenzungssysteme mit flexiblen Gittern/Netzen geeignet. Kupfer-Nickel ist gut für feste (z. B. verschweißte) Gitter geeignet.Kupfer-Silizium ist die ideale Wahl, wenn feste Gitter benötigt werden oder wenn Platten flexible Verbindungen aufweisen können.

Für welche Art Käfige können Kupferlegierungen verwendet werden?

Kupferlegierungen können für alle derzeitigen Käfigausführungen sowie für weitere zukünftige, kostengünstigere Ausführungen und Anwendungen verwendet werden. Heute können sie bereits als Ersatzmaterial für runde HDPE-Käfige und rechteckige Stahlkäfige mit und ohne Plattformen verwendet werden. Derzeit werden Versuche mit dem Aquapod 3600 und den OCAT-Käfigen mit Kupfergitter durchgeführt. Zudem laufen Gespräche über Prototyp-Versuche mit dem Tauchkäfig Ocean Spar 3000.

Gilt das Hartlötverbot auch für andere Anwendungsbereiche?

Nein! In Gasanlagen wird, wenn gelötet werden soll, das Hartlöten sogar zwingend gefordert. Ähnlich verhält es sich in Solaranlagen, bei denen eine besonders hohe thermische Belastung der Rohrverbindungen zu erwarten ist.
In Heizungsanlagen und anderen geschlossenen Systemen wie Solar- oder Kühlkreisläufen ist – im Gegensatz zu Trinkwasser-Installationen – durch das Hartlöten keine Korrosionsgefährdung zu erwarten, da der für Korrosionsvorgänge notwendige Sauerstoff in den Medien derartiger Anlagen nicht vorhanden ist. Hartlöten ist also auch hier möglich, wenngleich heute aufgrund ihrer einfachen Handhabung meist die Presstechnik angewendet wird.

Hat nur reines Kupfer eine antimikrobielle Wirkung?

Nein, Kupferlegierungen haben diese Wirkung ebenfalls. Es wurden Tests auf reinem Kupfer, hochreinem Kupfer, Messing, Kupfer-Nickel und Kupfer-Nickel-Zink (das manchmal aufgrund seiner leuchtenden weißen Farbe auch als Neusilber bezeichnet wird, obwohl es kein Silber enthält) durchgeführt. Legierungen mit einem höheren Kupferanteil inaktivieren Organismen schneller, aber im Allgemeinen ist auch bei einem Kupferanteil von >60 % eine gute Wirksamkeit gegeben. Die Kurzbezeichnung für diese wirksamen Legierungen lautet „antimikrobielles Kupfer“. Bei der Auswahl einer Kupferlegierung für ein Produkt muss darauf geachtet werden, dass die Anforderungen an die mechanischen Eigenschaften, der Herstellungsprozess und natürlich die Farbe aufeinander abgestimmt sind. Kupferlegierungen sind in einer großen Auswahl attraktiver Farben erhältlich. Die Palette reicht vom Gelb des Messings bis hin zu den dunklen Brauntönen der Bronze.

Ist in Trinkwasserleitungen die gleichzeitige Verwendung von Kupfer und Edelstahl möglich?

An Bauteilen aus nichtrostenden Stählen tritt der sog. “kupferinduzierte Lochfraß”, wie er bisweilen an verzinkten Stahlbauteilen beobachtet werden kann, nicht auf. Die Kombination der Werkstoffe Kupfer und nichtrostender Stahl ist in Trinkwasser-Installationen also problemlos möglich.

Diese Kombinationsmöglichkeit ist so auch im entsprechenden technischen Regelwerk verankert (z. B. DIN 1988; Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen).

Kann die Patinierung des Kupfers verhindert werden?

Das Auftragen eines Lacks wird nicht empfohlen, insbesondere dann nicht, wenn es sich um große Flächen handelt. Lackierungen erfordern im Laufe der Lebensdauer des Daches regelmäßige Wartungsarbeiten.

Kann Kupfer auch mit anderen Metallen zusammen verarbeitet werden?

Kupfer ist aufgrund seiner Stellung auf der positiven Seite in der elektrochemischen Spannungsreihe durch andere Metalle nicht gefährdet. Bei falscher Kombination mit anderen Metallen können diese jedoch gefährdet werden. Grundsätzlich ist die beliebige Kombination von Kupfer mit Blei und Edelstahl unbedenklich. Ein Zusammenbau von Kupfer und Aluminium ist dann relativ unproblematisch, wenn das Aluminium durch Beschichtung oder Anodisierung eine elektrisch nicht leitende Oberfläche besitzt, so dass kupferhaltiges Wasser kein elektrochemisches Element mit dem Aluminium bilden kann.

Sind die antimikrobiellen Kupferoberflächen beschichtet?

Nein, die antimikrobiellen Eigenschaften des Kupfers gehen vom Metall selbst aus. Um die antimikrobielle Wirkung aufrechtzuerhalten, dürfen KEINE Öle, Wachse, Glasuren, Farben oder andere Beschichtungen aufgetragen werden. Um eine optimale antimikrobielle Wirkung auch über lange Zeit zu gewährleisten wird de Einsatz von massiven Kupferlegierungen empfohlen, d.h. Bauteile sollten ganz aus antimikrobiellen Kupferlegierungen bestehen und nicht nur damit beschichtet werden.