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Kupfer ist ein Schlüsselmaterial für verschiedene Technologien, die den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft ermöglichen. Dies wird zu einem Anstieg der Kupfernachfrage führen, die laut Untersuchungen in den nächsten 20 Jahren um bis zu 50 Prozent steigen könnte. Zwar sind die Recyclingquoten für Kupfer relativ hoch, doch reichen sie allein nicht aus, um diesen Nachfrageanstieg zu decken. Die Kupferindustrie wird dafür einen Schwerpunkt auf verantwortungsbewusste Beschaffung und Produktion legen. Doch wo liegen weitere Herausforderungen?

Das Deutsche Kupferinstitut als technisches Kompetenzzentrum für Kupfer und Kupferwerkstoffe bietet auch in diesem Jahr verschiedene Fortbildungsveranstaltungen an. Den Anfang macht das Grundlagenseminar „Einführung in die Kupferwerkstoffe“ am 24. März 2020, das sich an “Kupfer-Neulinge” aus dem technischen und kaufmännischen Bereich wendet.

Mehr als 100 Teilnehmer informierten sich auf dem diesjährigen Kupfer-Symposium über aktuelle Trends in Forschung und Entwicklung von Kupferwerkstoffen. Zusammen mit dem Kooperationspartner TU Dresden hatte das Deutsche Kupferinstitut einmal mehr eine hochkarätig besetzte Tagung mit interessanten Vorträgen organisiert. Höhepunkt der Veranstaltung war auch in diesem Jahr die Vergabe des mit 2.500 Euro dotierten Innovationspreises Kupfer, über den sich Alexander von Müller von der TU München freuen durfte.

In Kooperation mit den schwedischen Instituten RI.SE und SWERIM veranstaltet das Deutsche Kupferinstitut nun im Wechsel mit dem werkstoffwissenschaftlich ausgerichteten Kupfer-Symposium alle zwei Jahre einen internationalen Kongress für kupferverarbeitende Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen, der die neuesten wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen rund um die Verwendung von Kupferwerkstoffe präsentiert. Für Copper Alloys 2020 am 24. und 25. November 2020 wird nun um die Einsendung relevanter Vortragsvorschläge gebeten.

Die Nachfrage nach Kupfer wächst. Allein in den nächsten 20 Jahren wird ein Anstieg um bis zu 50 % erwartet, und dieses Wachstum ist Teil eines umfassenderen Trends. Wie der Bericht der Weltbank aus dem Jahr 2017 mit dem Titel „Die wachsende Rolle von Mineralien und Metallen für eine kohlenstoffarme Zukunft“ zeigt, könnte die Nachfrage nach Metallen einschließlich Kupfer bis zum Jahr 2050 um das Zehnfache steigen, wenn sich die Welt in Richtung einer kohlenstoffarmen Energiezukunft bewegt. Mehrere langfristige Trends treiben derzeit das Wachstum der Kupfernachfrage an und werden dies voraussichtlich auch in den kommenden Jahrzehnten tun.

Mit Beginn des nächsten Mandats des neuen Europäischen Parlaments und vor dem neuen Mandat der Kommission im Herbst ist jetzt ein entscheidender Moment für die Betrachtung der Kreislaufwirtschaftspolitik in den kommenden Jahren gekommen und für die Frage, wie die Kupferindustrie und die politischen Entscheidungsträger zusammenarbeiten können.

Die Nachfrage nach Kupfer wächst und die Diskussion darum, ob das Kupfer reicht ebenfalls. Doch die Datenlage ist klar: Es gibt genug Kupfer, um die aktuelle und zukünftige Nachfrage zu befriedigen – auch unter Berücksichtigung des erwarteten Nachfragewachstums nach Kupfer in den kommenden Jahren. Dies zeigt, dass Kupfer mehr erneuerbare Energien und Elektrofahrzeuge ermöglichen wird. Um diesen Bedarf zu decken, muss Kupfer jedoch intelligent und effizient eingesetzt werden. Um dies zu gewährleisten, sind Investitionen der Industrie sowie politische Sicherheit und Stabilität erforderlich.