Neusilber

Neusilber

Kupfer-Nickel-Zink-Legierungen werden wegen ihrer silberähnlichen Farbe auch oftmals als Neusilber bezeichnet (im angelsächischen Sprachraum als “Nickel Silver” oder “German Silver” bekannt).

Die technisch gebräuchlichen Legierungen können 45 bis 62 Prozent Kupfer enthalten, während die Nickelanteile von sieben bis 26 Prozent variieren können. Wegen der silberweißen Farbe, der hohen Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit werden diese Legierungen vorzugsweise zur Herstellung von Schmuck, kunstgewerblichen Gegenständen und für Federn in der Elektrotechnik verwendet.

Bereits im Laufe des 17. Jahrhunderts kamen erste Metallwaren aus einer Packfong genannten Legierung aus dem Kaiserreich China nach Europa. Doch erst im 18. Jahrhundert erkannte man, dass Packfong aus Kupfer, Zink und Nickel besteht. In den Metallwerken von Suhl gelang es schon etwa 1770, eine dem Packfong ähnliche Legierung zu erzeugen. Sie wurde bald als Suhler Weißkupferbekannt. Die industrielle Erzeugung von Kupfer-Zink-Nickel-Legierungen wurde 1823 durch ein Preisausschreiben des Vereins zur Förderung des Gewerbefleißes initiiert. Gefordert wurde die Herstellung einer weißen Legierung, die im Aussehen dem Silber 750/000 (fein) gleichen und auch für Speisegerätschaften geeignet sein sollte. Zudem sollte es nur 1/6 des damaligen Silberpreiseskosten. Diese Aufgabe lösten fast zur gleichen Zeit Dr. Ernst August Geitner, der 1823 in Auerhammerbei Aue die Legierung Argentan entwickelte, und 1824 die Gebrüder Henniger in Berlin mit der ähnlichen Legierung Neusilber. Damit konnte das vorher benutzte arsenhaltige Weißkupfer ersetzt werden.
Quelle: Wikipedia