EU-Emissionshandelssystem

ETS: Das richtige Gleichgewicht zwischen der Bekämpfung des Klimawandels und der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, Wachstum und Beschäftigung in Europa finden

Die Europäische Kommission überarbeitet das EU-Emissionshandelssystem (ETS) als Teil des umfassenderen Rahmens für die Klima- und Energiepolitik bis 2030 und als Schlüsselinstrument zur Bekämpfung des Klimawandels

Obwohl die europäische Kupferindustrie das Ziel der EU, den Klimawandel durch das ETS zu bekämpfen, teilt, sind spezifische Maßnahmen erforderlich, um Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung zu erhalten. In diesem Zusammenhang ist die Einführung von Fördermaßnahmen für Innovationen durch die Europäische Kommission sehr zu begrüßen, sofern ergänzende Maßnahmen ergriffen werden, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass diese Innovationen weiterhin in Europa stattfinden.

 Der EU-Kupfersektor hat seinen Energieverbrauch um 60 % gesenkt

Durch bedeutende Kapitalinvestitionen hat die Kupfer produzierende EU-Industrie ihre eigenen CO2 -Emissionen erfolgreich gesenkt, indem sie den Energieverbrauch ihrer Einheit gegenüber 1990 um 60 % gesenkt hat. Heute belaufen sich die Emissionen der Branche auf rund 4,5 Millionen Tonnen / Jahr, bescheidene 0,1% der EU insgesamt.

Darüber hinaus gehören die europäischen Kupferproduzenten zu den ressourcen- und energieeffizientesten der Welt, so das UNEP International Resource Panel “Metallrecycling: Chancen, Grenzen, Infrastruktur”.

Kupfer hat eine ausgezeichnete elektrische und Wärmeleitfähigkeit, ist langlebig und kann zu 100 Prozent ohne Qualitätsverlust recycelt werden. Lernen Sie hier mehr darüber, warum Kupfer das Material Ihrer Wahl sein sollte, wenn Sie ein nachhaltiges Energiesystem planen.

Kupfer ist hohen Kohlenstoffkosten ausgesetzt, sowohl direkt z.B. aus natürlich vorkommenden Erzen und solchen, die über Strompreise durchgeleitet werden (indirekte Effekte). Die europäischen Kupfererzeuger sind jedoch Preisnehmer und können diese CO2 -Kosten nicht weitergeben. Kupferpreise werden weltweit über Warenbörsen wie z.B die Londoner Metallbörse (LME) festgelegt.

Forderungen

In seinen Bemühungen um die Interessenvertretung unterstützt ECI die Position von Eurometaux, die sicherstellen soll, dass das EHS weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit der leistungsstärksten Unternehmen in energieintensiven Industrien schützt.

Im Einzelnen fordert ECI, dass in den laufenden Arbeiten der Kommission zur Umstrukturierung des ETS nach 2020 Folgendes angemessen berücksichtigt wird:

  • Einführung eines “Preisnehmers” als Kriterium für die Handelsintensität im Rahmen der Carbon-Leakage-Liste (wie in den Leitlinien für staatliche Beihilfen verwendet).
  • Platzieren Sie indirekte Emissionen gleichberechtigt mit direkten Emissionen.
  • Überarbeiten Sie die Benchmarks transparent und maßgeschneidert.
  • Verhindern Sie unnötige CO2-Kosten für die besten Performer.
  • Basiskompensation auf tatsächlichen Produktionsebenen.
  • Sichern Sie einen stärker harmonisierten Ansatz für die Entschädigung zwischen den Mitgliedstaaten.

Während es schwierig ist, technisch fundierte und erreichbare “Fallback” -Benchmarks für den kleinen, heterogenen Kupfersektor zu setzen, ist es wichtig, dass sie die Verarbeitung von immer komplexeren, natürlich vorkommenden Kupfererzen, die Miniaturisierung von zu unterstützenden Produkten berücksichtigen Ressourceneffizienz und die Ziele der Kreislaufwirtschaft (Rückgewinnung und Recycling von Altprodukten), die alle wesentlich mehr Energie benötigen.

Wir müssen sicherstellen, dass das Emissionshandelssystem die Wettbewerbsfähigkeit der leistungsstärksten Unternehmen in energieintensiven Industrien schützt und die Verlagerung von CO2-Emissionen verhindert.