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18 | 12 | 17
Neues Modell bildet Kupferlebenszyklen in der EU ab
Industrielle Anwendungen
Lebensdauerzyklus, Nachhaltigkeit
Neues Modell bildet Kupferlebenszyklen in der EU ab | Fraunhofer ISI

Die Nachfrage nach Kupfer steigt weltweit, weshalb Fragen zur Verfügbarkeit und zum Recycling immer dringender werden. Mit einem Modell, das detaillierte Aussagen zum Kupferumlauf in der EU sowie zur Kupfernutzung und -recycling ermöglicht, liefert das Fraunhofer ISI einen wichtigen Beitrag zur Erfassung der Kupferströme in Europa. Das Wissen darüber ist nicht nur für die kupferverarbeitende Industrie von Bedeutung, sondern stellt auch eine wichtige Grundlage für die künftige Ausgestaltung einer nachhaltigen Industrie- und Rohstoffpolitik dar.

Neues Modell bildet Kupferlebenszyklen in der EU ab | Fraunhofer ISI

Vor diesem Hintergrund sind Daten zu globalen Kupferströmen wichtig, um die Versorgung mit Kupfer sowie die Rückgewinnung aus Altprodukten sicherstellen zu können. Bisher liegen die Daten aber nur für einzelne Jahre und selten für Recycling vor. Diesem Problem hat sich das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI angenommen und ein Simulationsmodell entwickelt, das die Kupferströme in der EU zwischen 1990 und 2014 erfasst und dabei für jedes einzelne Jahr Aussagen über die jeweiligen Zahlen zu Nutzung, Verbleib und Recycling von Kupfer machen kann.

Das Kupferstoffstrom-Modell greift zur Berechnung der Umlaufraten in der EU auf verfügbares Datenmaterial zu Abbau und Produktion zurück. Für 2014 weist es zum Beispiel circa 850 Tausend Tonnen Kupfer aus europäischem Bergbau aus, das zusammen mit etwa 1,1 Millionen Tonnen Kupfer in importierten Konzentraten zu Metall verarbeitet wurde. Insgesamt wurden circa 4,3 Millionen Tonnen Halbfertigprodukte aus Kupfer in der EU hergestellt. Die Differenz stammt aus dem Metallimport (circa 0,5 Millionen Tonnen) sowie dem Kupferrecycling aus Produktionsabfällen und Altprodukten (insgesamt etwa 1,9 Millionen Tonnen). Im Vergleich zu 1999 zeigt das Modell bei der Rückgewinnung von Kupfer aus Altprodukten nahezu eine Verdopplung auf, was die zunehmende Verfügbarkeit von kupferhaltigen Altprodukten beziehungsweise auch deutlich mehr Kupferschrott sowie umfangreiche Recyclinganstrengungen in der EU unterstreicht.

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Quelle: Fraunhofer ISI
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