Mit Kupfer auf den Gipfel Europas

Die Capanna-Regina-Margherita-Station


Kupfer hat im wahrsten Sinn des Wortes neue Höhen erreicht, um genau zu sein: 4.554 Meter! Auf dieser Höhe befindet sich die Capanna Regina Margherita, die Margherita-Hütte, das offiziell höchstgelegene Gebäude Europas. Dieses einzigartige, mit Kupfer verkleidete Gebäude steht auf der Signalkuppe, einem der Gipfel des Monte-Rosa-Massivs in den italienischen Alpen.

Sauerstoffmangel, extreme Wetterbedingungen, Wind und Kälte sind auf über 4.000 Meter Höhe ganz alltäglich. Diese Schutzhütte aber ist mit einem Mantel aus 5,5 Tonnen Kupferblech gut abgedeckt: Die äußere Kupferschicht wirkt wie ein großer Faradayscher Käfig, der das Innere vor Blitzeinschlägen und Witterungserscheinungen schützt. Kupfer hält diese extremen Bedingungen aus, bewahrt vor elektrischer Entladung und ist korrosionsbeständig. Ein guter Schutz für die Hütte und alles, was sich darin befindet.

Die dreistöckige Schutzhütte und Beobachtungsstation wurde 1893 errichtet und 1980 renoviert. Im Sommer finden hier bis zu 70 Bergsteiger und Skifahrer Platz. Das erfordert aber eine lange und extrem schwierige Gletschertour und einen alpinen Aufstieg -– nichts für Anfänger oder schwache Nerven! Die Hütte befindet sich außerdem in einer einzigartigen Lage für medizinische Forschungen in extremer Höhe sowie für Umwelt- und Klimaforschungen.

Die Capanna Regina Margherita-Hütte wirkt wie ein mit Kupfer verkleideter Leuchtturm, verankert auf einem 2.000 Meter hohen, meist schneebedeckten Felshang, und bietet einen atemberaubenden 360 Grad-Rundblick. Nicht nur ein Gipfel, den es zu besteigen lohnt, sondern ein Ziel für sich.
Die Beobachtungsstation Capanna Regina Margherita – Monte Rosa, Italien. Bild: G. Tiraboschi.
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