Mit Kupfer auf Beobachtung weit entfernter Galaxien

Kupferleitungen im Hitzeschild für das Webb-Teleskop


Das James-Webb-Space-Teleskop, der Nachfolger des Hubble- und des Spitzer-Weltraumteleskops der NASA, soll im Oktober 2018 eingesetzt werden. Dieses neue Observatorium wird im Vergleich zum 2,4 Meter-Spiegel des Hubble mit einem größeren Spiegel von 6,5 Meter Durchmesser ausgestattet und damit das bislang stärkste Teleskop sein. Auch die Erwartungen an das Webb sind größer geworden: nämlich die Entstehung unseres eigenen Sonnensystems und sogar den Ursprung des Universums aufzuklären.

Bahnbrechende Technologien Dieses große Infrarot-Teleskop entsteht durch Zusammenarbeit der NASA mit den europäischen und kanadischen Weltraumorganisationen ESA und CSA und verfügt über
innovative Technologien, darunter ultraleichte Beryllium-Spiegel aus 18 Segmenten, die im All auseinandergeklappt werden, hypersensitive Kameras und Spektrometer, die vom menschlichen Auge nicht wahrnehmbare Bilder erfassen, sowie ein Tennisplatz großes Sonnenschutzschild aus fünf Schichten, um die hochempfindliche Ausrüstung vor intensiver Hitze und Licht zu schützen.

Kupferleitungen sind besonders wichtig, um die Temperatur des Mittel-Infrarotinstruments (MIRI) unter dem Schutzschild zu bewahren. Die Ausrüstung muss im All unter extremer Kälte funktionieren und auf Temperaturen unter −250 °C gehalten werden, um zu verhindern, dass sie von ihrer eigenen Infrarotstrahlung überwältigt wird. Es sind nämlich die Infrarot empfindlichen Teile des Teleskops, die möglicherweise den schwachen Schein der allerersten Galaxien wahrnehmen können.

Zurück zum Urknall Im kommenden Jahrzehnt werden Astronomen weltweit einen Blick auf nie zuvor gesehene Bilder von weit entfernten Planeten, Sternen und Sonnensystemen werfen können – einen Blick, der bis zum Urknall zurückreicht. Und Kupfer wird dazu beigetragen haben, unsere kosmische Geschichte zu verstehen!
Test des MIRI-Hitzeschilds für das James Webb-Weltraumteleskop – Goddard Space Flight Center der NASA, Greenbelt, MD, USA . Bildnachweis: NASA/ Chris Gunn.
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