Mit Kupfer an den Ursprung des Universums reisen

Supraleiter für den CERN-Teilchenbeschleuniger


Die ungeklärten Rätsel des Universums lösen... Das ist es, was man mit dem CERN-Teilchen-beschleuniger gern erreichen möchte. Durch Rekonstruktion der Situation gleich nach dem Urknall erforschen Wissenschaftler die Bausteine der Materie und der Naturkräfte. Und direkt im Kern dieser leistungsstarken Anlage gibt es Supraleiter aus High-Tech-Fasern auf Basis von Kupfer.

Der Große Hadronen-Speicherring (LHC) ist der größte Forschungsapparat, der je konstruiert wurde. In einem 27 Kilometer langen Tunnel zwischen Frankreich und der Schweiz beim CERN (der Europäischen Organisation für Kernforschung) untergebracht, erreichen die Teilchenstrahlen des Teilchen-beschleunigers nahezu Lichtgeschwindigkeit. Beim Zusammenstoß dieser Strahlen zeigt sich die Magie der Naturwissenschaft und die Physiker bekommen Hinweise auf die Entstehung des Universums.

Die Luvata-Gruppe lieferte die Supraleiterdrähte für die Dipol- und Quadrupolmagnete, die die Lichtgeschwindigkeitsteilchen im Tunnel steuern und bis zur Kollision beschleunigen. Es brauchte Supraleiterkabel mit einer Länge von 2.280 Kilometern mit 36 Adern pro Kabel und 6.400 Fasern pro Ader. Somit wurden mehr als 525 Millionen Kilometer an Supraleiterfasern nach genauesten Vorgaben geliefert – das entspricht 684 Hin- und Rückfahrten zum Mond!

Das CERN und der Große Hadronen-Speicherring (LHC) suchen weiter nach Antworten auf ungelöste Fragen zum Kosmos. Die nächste Entdeckung seltener physikalischer Erscheinungen könnte geradewegs aus den Kupfer-Niob-Titan-Kabeln des LHC gespeist sein.
Der Große Hadronen-Speicherring des CERN ist der größte und leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt – Genf, Schweiz. Bild: CERN.
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