Mit innovativem Verfahren den Naturgewalten trotzen

Bau der Superlative wird mit Kupfer geschützt

Inmitten der chinesischen Wirtschaftsmetropole gelegen, bietet der Shanghai Tower auf 128 Stockwerken und einer Nutzfläche von 380.000 m² eine Stadt innerhalb der Stadt. Seine neun Abschnitte bieten alles, was zum modernen Leben dazugehört: Büros, Konferenzräume, Shops und grüne Erholungsbereiche. Ein Gebäude dieser Dimension benötigt besondere Schutzmaßnahmen gegen Naturkatstrophen.  Ein Bau der Superlative: Mit 632 Metern überragt der Shanghai Tower die zahlreichen weiteren Wolkenkratzer der wichtigsten Industriestadt Chinas deutlich. Hinter seiner Stabilität steckt eine anspruchsvolle Technik.  

Es gibt also starke Windbewegungen, denen die Gebäude standhalten müssen. Auch das Auftreten von tropischen Wirbelstürmen (Taifunen) ist hier keine Seltenheit. Durch seine Lage im Süden Chinas ist die Erdbebengefahr in Shanghai zwar gering – durch die Nähe zu Japan, Korea und Taiwan ist sie jedoch nicht auszuschließen. Diese Umweltbedingungen verleihen Maßnahmen zum Schutz vor Erschütterungen, Vibrationen und Schwankungen essenzielle Bedeutung. Um der schwierigen Lage zu trotzen, setzen die Architekten des Shanghai Towers neben seiner ungewöhnlichen Form auf eine komplexe Ausgleichstechnik. 

Eine 1000 Tonnen schwere Masse befindet sich zwischen dem 125. und 126. Stock. Sie wird von 12 Stahlseilen getragen, um bei Vibrationen schwingen zu können. Unterhalb der Schwungmasse befinden sich Platten aus reinem Kupfer, die mit Profilen an der Stahlbetondecke befestigt sind. Mit Hilfe riesiger Dauermagneten an der Schwungmasse werden Wirbelströme in die Kupferplatten induziert. Das erzeugt ein gegenläufiges Magnetfeld, das die Schwungmasse berührungslos abbremst – selbst bei einem Stromausfall. Durch das Prinzip der Wirbelstrombremse wird der Shanghai Tower weitestgehend resistent gegen Schwingungen von außen. 

 

Momentan noch das zweithöchste Gebäude der Welt: Der Shanghai-Tower. Bild: Item Industrietechnik
Kupferplatten aus reinem Kupfer stabilisieren den Shanghai Tower. Bild: item Industrietechnik
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