Kupfer  nimmt es in den Anden mit Eis und Wind auf

Kupfer- Freileitungen in Chile


Die Anden in Chile sind für ihre extremen Wetterbedingungen bekannt, sie sind ein Ort für zähe Abenteurer, abgehärtete Einheimische und... Kupfer. Im August 2015 wurden mikrolegierte Kupfer-Freileitungen in den Anden installiert und bewiesen, dass diese Extremlage perfekt zu den ultra-starken Eigenschaften von Kupfer passt.

Diese Freileitungen sind für die hochgelegenen Bergwerke des Landes essenziell und müssen pro Winter vier bis sechs Eisstürmen standhalten. Übermäßige Eisablagerungen auf den Leitungen können zu Unterbrechungen führen (Kurzschluss durch das Aufeinandertreffen von Leitungen oder durch Lichtbögen). Als im Oktober 2015 in der Region ein schwerer Schneesturm wütete, wurden die neuen Kupferleitungen sowie ein bestehender Leiter getestet. Im Vergleich zu den herkömmlichen Leitungen sorgten die Kupferleitungen für weit weniger Eisablagerungen und Durchhang, und es gab keine Lichtbögen. Sie waren eiskalte Gewinner!

Die neuen mikrolegierten Kupferleiter stoßen mit ihrem geringeren Querschnitt und der wasserabweisenden Beschichtung das Eis rascher ab und widerstehen der Windlast, bei gleichzeitiger Erhöhung der Strombelastbarkeit des Stromkreises um 30 %. 
Viele der Eigenschaften von Kupfer spielen hier zusammen, um es mit Eis und Wind aufzunehmen: höhere elektrische Leitfähigkeit, deutlich geringere Energieverluste und Korrosionsbeständigkeit. Außerdem kann dank der mechanischen Festigkeit von Kupfer auf eine innere Stahlkernverstärkung verzichtet werden.

Somit zeigt sich, dass mikrolegierte Leiter bei schwierigen Wetterbedingungen eine hervorragende Alternative zu stahlverstärkten Hochspannungsoberleitungen aus  Aluminium sind. Sie kamen in die Anden, hielten schweren Eisstürmen stand und brachten ein Spitzenergebnis.
Mikrolegierte Kupfer-Oberleitungen halten schweren Eisstürmen stand – Kupferbergwerk El Teniente, Anden, Chile. Bild: La Farga.
Wenn Sie diese Seite weiter verwenden, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Falls Sie dazu mehr erfahren möchten, informieren Sie sich hier. Akzeptieren