Industrie

Kupfernachfrage und ökonomischer Wert

Die direkte Kupferindustrie in Europa besteht aus rund 500 Unternehmen, macht einen geschätzten Umsatz von 45 Milliarden Euro und beschäftigt ungefähr 50.000 Menschen.

Viel wichtiger jedoch ist die Beschäftigung in dem umfangreichen Industrie- und Dienstleistungssektor, der auf dem durch die Verwendung von Kupferprodukten geschaffenen Mehrwert basiert (z. B. Energieversorgungsunternehmen, Elektriker, Automobilunternehmen, Hersteller elektronischer Ausrüstung, Klempner und Dachdecker). Diese „nachgelagerten“ Sektoren beschäftigen mehrere Millionen Menschen und stellen einen wesentlichen Bestandteil der industriellen Basis Europas dar.

Auch wenn die globale Wirtschaftslage im Jahr 2012 relativ schwach ausfiel, erreichte die weltweite Nachfrage nach Kupfer mit rund 25,5 Millionen Tonnen ein Rekordhoch, wobei 20,5 Millionen Tonnen auf die Produktion von veredeltem Metall und 5 Tonnen auf direkt eingeschmolzenes Altmetall entfielen. Die Nachfrage in den 27 EU-Staaten, die durch die anhaltende Schwäche des Bausektors beeinflusst wurde, belief sich schätzungsweise auf rund 4 Millionen Tonnen.

Durch seine überragenden Eigenschaften, wie zum Beispiel der besten elektrischen und thermischen Leitfähigkeit aller für gewöhnlich verwendeten Metalle, sowie seine Widerstandsfähigkeit und antimikrobiellen Eigenschaften ist Kupfer ein wichtiges Material für Innovationen in einer Reihe von Sektoren, zu denen unter anderem die Bereiche erneuerbare Energien, Energieeffizienz, nachhaltige Gebäude, Transportsysteme und das Gesundheitswesen zählen.

Um der weltweit steigenden Nachfrage nach Kupfer, die sich in den letzten 25 Jahren verdoppelt hat, gerecht zu werden, war es wichtig, die Eigenschaft des Kupfers zu nutzen, die es ihm ermöglicht, ohne Qualitätsverlust zu 100 % wiederverwertet zu werden. Es wird geschätzt, dass in den letzten zehn Jahren 41 % der Kupfernachfrage in der EU27-Region durch die Rückgewinnung und Wiederverwertung von Resten der Wertschöpfungskette gedeckt wurden (Glöser, Simon; Soulier, Marcel; Tercero Espinoza, Luis A. (2013)).

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Weitere Börsenkurse

Londoner Metallbörse

Die Londoner Metallbörse ist das weltweit bedeutendste Zentrum für den industriellen Metallhandel und das Preisrisikomanagement. Mehr als 80 % des globalen Handels mit Nichteisenmetallen geht hier vonstatten. Die auf ihren Handelsplattformen bestimmten Preise werden weltweit als Maßstab verwendet.

 

 

Die Kupferproduktion in der EU35-Region entspricht 5,7 % der weltweiten Produktion

Die Kupferminenproduktion in Europa in EU35 im Jahr 2011 betrug 926.868 Tonnen, was 5,7 % der weltweiten Kupferproduktion entspricht. Chile war 2011 der weltweit größte Produzent von abgebautem Kupfer und für 32 % der weltweiten Produktion verantwortlich. Der zweitgrößte Produzent war China (8%), gefolgt von Peru (8 %), den USA (7 %) und Australien (6 %). China war 2011 der weltweit größte Produzent von raffiniertem Kupfer und für 27 % der weltweiten Produktion verantwortlich. Der zweitgrößte Produzent war Chile (16 %), gefolgt von Japan (7 %), den USA und Russland (jeweils 5 %).
(Quelle: Europäische Bodenschätze-Statistik, 2013)

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