Industrie

Die Vorteile einer wettbewerbsfähigen europäischen Kupferindustrie 

Kupfer und seine vielen Legierungen zeichnen sich durch ihre 100 %ige Wiederverwertbarkeit, ihre überragenden technischen Eigenschaften, wie die hohe elektrische und thermische Leitfähigkeit, sowie ihre leichte Verarbeitbarkeit und hohe Widerstandsfähigkeit aus. Infolgedessen ist Kupfer ein zentraler Bestandteil zahlreicher Technologien, die Europas Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft vorantreiben werden.

Kupfer hat einen äußerst positiven Einfluss auf die Eindämmung des Klimawandels, indem es die Energieeffizienz verbessert, den Energiebedarf senkt und erneuerbare Energietechnologien ermöglicht. Die 20/20/20-Energieziele der EU können ohne eine verstärkte Verwendung von Kupferprodukten nicht erreicht werden. So entfallen beispielsweise 60 % des industriellen Stromverbrauchs auf Elektromotoren. Die vollständige Umsetzung der für Elektromotoren geltenden Mindestnormen für die Energieeffizienz wird eine Erhöhung des Kupfergehalts in den Motorwicklungen von schätzungsweise 50 % erfordern. Dadurch werden Stromeinsparungen von 135 TWh/Jahr (mehr als der kombinierte jährliche Stromverbrauch von Finnland und Griechenland) ermöglicht und CO2-Emissionen in Höhe von 63 Millionen Tonnen/Jahr vermieden. Um ein weiteres Beispiel zu nennen, könnten CO2-Emissionen von 80 Millionen Tonnen/Jahr eingespart werden, wenn jeder EU-Bürger 1m² an solarthermischer Leistung für die Warmwasserbereitung nutzen würde.

Für die Verwirklichung der Vision eines Transportwesens mit geringerem Kohlendioxidausstoß, das durch erschwingliche Hybrid- und Elektrofahrzeuge, die mit intelligenten Netzen verbunden sind, sowie Hochgeschwindigkeitszug-Netzwerke ermöglicht wird, ist Kupfer erforderlich. Ein Hybrid-Personenkraftwagen enthält 50 kg Kupfer, das für den Elektromotor, die Energiespeicherung und das Übertragungssystem verwendet wird. Jeder Hochgeschwindigkeitszug benötigt 10 Tonnen an Kupferkomponenten sowie 10 zusätzliche Tonnen pro Streckenkilometer für die Strom- und Kommunikationskabel. Stromquellen mit geringem Kohlendioxidausstoß, wie zum Beispiel erneuerbare Energien und die verteilten Elektrizitätssysteme, die für ihre Umsetzung und Steuerung erforderlich sind, benötigen vier bis zehn Mal so viel Kupfer wie Strom, der aus einer zentralisierten Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen stammt.

Die Kupferindustrie investiert weiterhin in innovative Technologien, um die Umweltfreundlichkeit und wirtschaftliche Leistung sowie die Ressourceneffizienz ihrer Produkte zu verbessern. Die Rolle von Kupfer in Computerchips und in der Informationstechnik hat dazu beigetragen, dass digitale Zeitalter zu realisieren. Der Einfluss, den die sehr dünnen, hochleistungsfähigen Kupferlegierungen auf die Miniaturisierung vieler Alltagsgegenstände, wie zum Beispiel Mobiltelefone, Computer, Kameras und tragbare Musikabspielgeräte, hatten, ist ein sehr gutes Beispiel für Ressourceneffizienz.

Einer der bedeutendsten Vorteile von Kupfer ist, dass es immer wieder und ohne jeglichen Qualitätsverlust wiederverwertet werden kann. Im Jahr 2011 wurden 41 % des Kupferbedarfs in der EU durch das Recycling von Altprodukten und Restmaterialien aus der nachgelagerten Wertschöpfungskette gedeckt. Das macht Kupfer zu einer der nachhaltigsten natürlichen Ressourcen. 

Angetrieben durch ihre soziale Verantwortung, die Marktkräfte und die EU-Richtlinien hat die Kupferindustrie zudem stark in die Senkung ihres eigenen Energieverbrauchs, die Reduzierung ihrer Umweltemissionen und in Verfahrenstechnologien zur Wiederverwertung zunehmend komplexerer Altprodukte, wie zum Beispiel elektrischer und elektronischer Schrott, investiert. All diese Fortschritte wurden gemäß der Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (IVVU) ausführlich in den BREF-Dokumenten (beste verfügbare Technologie) dokumentiert. Die EU verfügt nun über die saubersten und energieeffizientesten Kupferschmelzbetriebe der Welt. Obwohl 30 % der derzeit verbrauchten Energie für den Umweltschutz (z. B. Luftfilter und Abwasserbehandlung) verwendet werden, ist der Energieverbrauch seit 1995 um 54 % pro produzierter Tonne gesunken. Zusätzlich belaufen sich die Schwefeldioxidemissionen nur auf 8 % des weltweiten Durchschnitts.

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