Über Kupfer

Vorkommen und Verfügbarkeit

Kupfer kommt in der Natur als gediegenes Metall und in Mineralien vor. Man findet den Rohstoff auf allen Kontinenten - und eine Verknappung ist nicht in Sicht, denn Kupfer wird ja nicht ver-, sondern gebraucht. Damit schont Kupfer die natürlichen Ressourcen und entspricht dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung.

Übrigens beträgt der Kupfergehalt in der Erdkruste durchschnittlich etwa 0,006 Prozent. In der Reihenfolge der Häufigkeit aller Elemente in der Erdkruste steht Kupfer damit an 23. Stelle. Es findet sich in Spuren in fast allen Gesteinen.

Obwohl Kupfer zu den ältesten Metallen der Menschheit gehört und seit Jahrtausenden abgebaut wird, finden sich auch heute noch auf allen Kontinenten Kupfervorkommen. Der Hauptproduzent von Erzen und Kupferkonzentraten ist dabei Chile, das rund 36 % der Weltkupferproduktion liefert und wo rund ein Viertel der angenommenen Kupferreserven der Welt zu finden sind. Chile ist mit Abstand der wichtigste Kupferproduzent. Weitere bedeutende Vorkommen findet man in den USA, Peru, Australien, China, Indonesien, Russland, Kanada, Zambia, Polen, Kasachstan und Mexiko. In Deutschland laufen inzwischen wieder erste Explorationen in der Lausitz, um die dort vorhandene Vorkommen in naher Zukunft abzubauen. Während die meisten Minen Kupferkonzentrationen zwischen 0.2 und 0.8 % aufweisen, gibt es in Zentral- und Südafrika sogar Vorkommen, die 5 - 6% Kupfer enthalten können. Bis 2020 sollen neue Minenkapazitäten von rund 250 Mio t Kupferinhalt erschlossen werden.

In Europa finden sich die größten Kupferlagerstätten in Russland und Polen. Wirtschaftlich arbeitende Minen gibt es aber auch in Bulgarien, Finnland Portugal, Spanien und Schweden. In 2010 hat sich die europäische Minenproduktion auf 855,316 t Kupfer belaufen (Quelle: BGS), rund 5.3% der Weltproduktion. In Deutschland laufen inzwischen wieder erste Explorationen in der Lausitz, um die dort vorhandene Vorkommen in naher Zukunft abzubauen.

Laut US Geological Survey halten die durchschnittlichen Kupferreserven seit 1950 durchschnittlich 40 Jahre, die Kupferressourcen sogar mehr als 200 Jahre. In Bezug auf die Reservebasis (das sind die Reserven plus diejenigen bekannten Vorräte, die in Zukunft möglicherweise wirtschaftlich abgebaut werden können), ist dieser Wert allerdings doppelt so hoch. Laut den letzten Daten (USGS, 2013), sind Kupferreserven von rund 680 Millionen Tonnen bekannt. Doch immer wieder werden neue abbauwürdige Vorkommen entdeckt, so dass sich diese Zahlen ändern können: Untersuchungen belegen, dass die bekannten weltweiten Reserven von 90 Millionen t (1950) auf 280 Millionen t (1970) zunahmen und bis 2004 die 470 Millionenmarke erreichte und seitdem stetig angewachsen sind.

Es wird geschätzt, dass die Kupferressourcen sogar über 3.000 Millionen Tonnen (USGS, 2013) liegen, wobei die Vorkommen in der Tiefsee (Manganknollen und Sulfide) noch nicht dazugerechnet sind.
Und es werden immer noch weitere Vorkommen entdeckt. Außerdem entwickelt man neue Gewinnungsverfahren für arme Erzlager, so dass Kupfer auch in Zukunft in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht. Insgesamt haben sich die bekannten Kupfervorkommen und damit auch die Kupferreserven im Laufe der Jahre ständig vergrößert. Man geht davon aus, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird.

Urban Mining

Während die gegenwärtigen und zukünftigen Abbauvorhaben sowohl die Reserven als auch die Ressourcen weiter erhöhen, darf man nicht vergessen, dass eine große Menge von Kupfer auch wieder aus bereits im Gebrauch befindlichen Produkten zurückgewonnen wird. Urban Mining heißt das Schlagwort der Stunde. Heute werden bereits rund  41% der Kupfernachfrage in den EU27 aus Recycling gewonnen.

 

Minenproduktion und Nachfrage

Seit Mitte der 1960er Jahre ist die Nachfrage nach raffiniertem Kupfer um über 250% gestiegen - von 5 auf 20 Millionen Tonnen). Um die Verfügbarkeit von Kupfer auch für die nächsten Jahrzehnte zu sichern, ist es deshalb unabdingbar, sowohl die Voraussetzungen für den Abbau und des Recyclings spürbar zu verbessern als auch größtmögliche Investitionen in die Primärproduktion durch die Minen fließen zu lassen.  

Kupferhauptförderländer im Jahre 2011. Zum Vergrößern der Grafik bitte anklicken.

Rohstoff aus dem Meer

Als eine weitere interessante Kupferreserve gelten auch die so genannten „Manganknollen“. Diese kleinen Klumpen mit einem Durchmesser von maximal 10 cm hat man mittlerweile in vielen Ozeanen entdeckt. Durchschnittlich sind die Knollen mit einem Anteil von 20 % Mangan bestückt, beigemengt sind aber auch größere Mengen an Kupfer (ca. 1 %). Der Kupferinhalt der Manganknollen wird auf insgesamt 700 Millionen t geschätzt.

Investion in die Zukunft: Innovationen in Recycling und Bergbau

Die Entwicklung neuer Technologien spielt eine wesentliche Rolle bei der Bewältigung der Herausforderungen neue Kupfervorkommen zu erschließen.

Die Kupferindustrie macht sich deshalb dafür stark,

  • die Erschließung neuer Explorationen voranzutreiben,
  • sichere Bedingungen für den Abbau auch in schwierigen Umgebungen zu schaffen,
  • den Energie- und Wasserverbrauch zu reduzieren,
  • die Verarbeitung komplexer multi-metallischer und Erzvorkommen zu ermöglichen

Langfristige Verfügbarkeit von Kupfer

Entgegen vielen Behauptungen, gibt es genug Kupfer. Allein in Lagerstätten finden sich rund 300.000 Millionen Tonnen. Es wird zudemgeschätzt, das 2/3 der seit dem Jahr 1900 produzierten Kupfermengen noch im Gebrauch sind. Erfahren Sie hier mehr dazu.
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Was sind Ressourcen und was sind Reserven?

Eine Ressource  ist eine Konzentration von natürlich auftretenden, festen, flüssigen oder gasförmigen Rohstoffen in oder auf der Erdkruste mit derartiger Ausbildung und Menge, die eine wirtschaftliche Gewinnung zum gegenwärtigen Zeitpunkt oder in der Zukunft potenziell ermöglicht. Ressourcen repräsentieren demnach die Gesamtmenge der Rohstoffe, also die gesamten geologischen Vorkommen.
Die Reservenbasis ist der Teil einer entdeckten Ressource, der einem spezifizierten Minimum an physikalischen und chemischen Kriterien, bezogen auf gegenwärtige Abbaumethoden und Produktionsabläufe, entspricht. Die Reservenbasis umfasst somit die sicheren und wahrscheinlichen Reserven, bedingt abbauwürdige Reserven und Teile der unbauwürdigen entdeckten Ressourcen. Reserven sind demnach nur derjenige Teil der Reservenbasis, der nach Menge und Qualität bekannt und als bauwürdig klassifiziert ist.

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