Bis 1859, dem Jahr erstmaliger Herstellung von ausschließlich aus Stahl bestehenden Geschützrohren durch Friedrich Krupp (Kruppstahl), war Gunmetal nach damaligem Stand der Technik ein Ausgangsmaterial mit eindeutig etwas besseren Eigenschaften als sie die überkommenen, innen glatten, gusseisernen oder bronzenen Rohre aufwiesen. Der wichtigste Grund für die Ablösung des „Gunmetal“ durch „Kruppstahl“ war die bei rascher Schussfolge ungeachtet der Stahlseele wesentlich geringere Gefahr einer Überhitzung des Geschützrohrs.


Gunmetal, ebenso wie der davon abgeleitete Rotguss, verlieren ab 200 °C an Festigkeit. Normaler, warmfester Stahlguss zeigt einen Abfall erst bei 600 °C, hitzebeständiger, legierter Stahlguss erst bei mehr als 1000 °C. Hinzu kam, dass die stählernen Geschützrohre gezogen und drilliert werden konnten und mit dem dadurch erzeugten Drall des Geschosses eine höhere Reichweite erzielten. Zudem waren sie zusätzlich in einen Stahlmantel eingebettet.